Evangelisch-Lutherischer Pfarrbereich Wurzbach Heberndorf - Heinersdorf - Oßla - Titschendorf - Weitisberga - Wurzbach
Evangelisch-Lutherischer Pfarrbereich WurzbachHeberndorf - Heinersdorf - Oßla - Titschendorf - Weitisberga - Wurzbach

Die Kirchgemeinden im Pfarrbereich

Wurzbach

Die Evangelisch-Lutherische Kirchgemeinde Wurzbach ist die größte Kirchengemeinde der sechs Gemeinden im Pfarrbereich. Zu ihr gehören neben der Stadt Wurzbach selbst auch deren Ortsteile Dürrenbach, Grumbach und Klettigshammer. 

Etwa 580 Gemeindeglieder gehören zur Kirchengemeinde. 

 

Zentrale Orte des Gemeindelebens sind neben der Nikolauskirche das Evangelische Gemeindehaus in der Lehestener Straße 29 sowie ein Nebenraum im Gasthaus „Zum Frankenwald“ in Grumbach.

 

Die Kirche St. Nikolaus wurde in ihrer jetzigen Form nach dem letzten großen Brand (1757) im Jahre 1763 am 19. Sonntag nach dem Trinitatisfest wieder geweiht. Vorgängerbauten, welche des Öfteren Bränden zum Opfer fielen, reichten wohl bis ins 12. Jahundert zurück, als Wurzbach noch zur Pfarrei Gahma gehörte. 1863 erhielt die Kirche eine neue Kanzel sowie eine Altarwand aus damals hochmodernem Gusseisen.

Eine klangliche Schönheit stellt die Orgel von 1782 des Orgelbauers Trampeli aus Adorf/Vogtl., der sich an Gottfried Silbermann (deutsches Barock) orientierte. Die Orgel besitzt 24 klingende Register, verteilt auf 2 Manuale und Pedal, ca. 1400 Pfeifen, die sich in einem „Gehäuse“ mit prachtvollem spätbarocken Prospekt befinden.

 

Im Winter 2010/11 wurde das alte Pfarrhaus in der Heberndorfer Str. 12 stark beschädigt. Die Sanierung des Pfarrhauses und des benachbarten Gemeindesaales erwies sich als nicht finanzierbar. Die Suche nach einem neuen Platz für die Gemeinde konnte mit dem ehemaligen katholischen Gemeindehaus in der Lehestener Str. 29 im Sommer 2012 abgeschlossen werden. Nun ist dieses Gebäude, das zudem vormals einen Kindergarten beherbergte, das Evangelische Gemeindehaus in Wurzbach.

Im Rahmen der Ökumenischen Verbundenheit feiert neben der evangelischen Gemeinde hier auch die katholische Gemeinde die Heilige Messe (Mittwoch, 8.30 Uhr). An Samstagen ist zudem die Gemeinde der Siebenten-Tags-Adventisten zu Gast.

Heinersdorf

Mit etwa 240 Gemeindegliedern ist die Evangelisch-Lutherische Kirchgemeinde Heinersdorf mit der Ortschaft Helmsgrün die zweitgrößte Gemeinde.

 

Gottesdienste und Gemeindeveranstaltungen finden neben dem Gemeinderaum im ehemaligen Pfarrhaus vornehmlich in der Kirche St. Marien in Heinersdorf statt. Daneben gibt es noch einen Raum in der Feuerwehr in Helmsgrün.

 

Schon vor 1411 gab es in Heinersdorf eine Kapelle, die damals noch zu Lobenstein gehörte. Von dem spätromanischen Bau stammen die Apsis (Gewölbe hinter dem Altar) mit ihrem kleinen Chorfenster und das Chorrechteck unter dem Turm. Auch der alte Triumphbogen ist noch erhalten. Das Langhaus entstand wohl zwischen 1452 und 1464. Die flachen Holzdecken, verschiedene Fenster und Türdurchbrüche stammen aus dem 17. Jahrhundert. 1829/30 wurde die Kirche baulich überholt und mit einem weißen Innenanstrich versehen.

Der spätgotische Schnitzaltar, der ursprünglich in der Apsis hinter dem Kanzelaltar des 17. Jahrhunderts stand, zeigt in der Predella (dem Sockel) den Tod, darüber im Mittelschrein die Krönung sowie in den Flügeln rechts die Verkündigung an Maria, links das Begräbnis Mariens.

Die Orgel wurde 1866 anstelle eines Vorgängers von 1705 verbaut.

Heberndorf

Die Evangelisch-Lutherische Kirchgemeinde Heberndorf war bis Mitte 2014 das Dienstsitz Pfarrers im ehemaligen Pfarrbereich Heberndorf. Ihr gehören über 120 Christinnen und Christen an.

 

Neben den Räumen im ehemaligen Pfarrhaus ist die Kirche St. Petri-Pauli der zentrale Ort des Gemeindelebens.

 

Die Kirche St. Petri Pauli erhielt diesen Patronatsnamen im Anschluss an den Neubau des Kirchturms im Jahre 1853. Zuvor wurde sie schon 1728 merklich verändert, wobei die Ursprünge wohl bis in die erste Hälfte des 13. Jahrhunderts zurückreichen. Die Orgel wurde um 1730 von Andreas Nikolaus Franke in Leutenberg gebaut, ist aber mehrfach verändert worden.

 

Außerdem unterhält die Kirchengemeinde als einzige Gemeinde im Pfarrbereich einen eigenen Friedhof.

Oßla

Zur Evangelisch-Lutherische Kirchgemeinde Oßla gehören neben Oßla auch die Ortschaften Knauermühle und Röttersdorf. 

Knapp 160 Menschen zählen sich zu den Gemeindegliedern.

 

Zentrale Orte des Gemeindelebens sind neben der Heilig-Kreuz-Kirche in Ossla noch ein Raum in der ehemaligen Gaststätte „Zur Kastanie“ in Röttersdorf.

 

Die Heilig-Kreuz-Kirche in Oßla wurde in ihrer jetzigen Form nach dem letzten Brand (1800) im Jahr 1803 geweiht. Der Kirchweihtermin ist an den Sonntag nach Kreuzerhöhung (14.09.) gekoppelt. Eine Kapelle als Vorgängerbau geht wohl bis Anfang des 13. Jahrhunderts zurück, ehe 1498 die erste Kirche des Ortes entstand.

In ihrer ursprünglichen Form schuf die Orgel der Orgelbauer Johann Heinrich Schmidt aus Römhild im Jahre 1805. Sie wurde 1914 von R. Voigt aus Halberstadt umgebaut.

Titschendorf

Zur Evangelisch-Lutherischen Kirchgemeinde Titschendorf gehört neben Titschendorf mit der Heinrichshöhe auch die Ortschaft Rodacherbrunn. 

Mehr als 90 Gemeindeglieder gehören zu dieser Kirchengemeinde. 

 

Zentraler Ort des Gemeindelebens ist die Dreifaltigkeitskirche in Titschendorf. Sie wurde in ihrer jetzigen Form im Jahre 1778 am 17. Sonntag nach dem Trinitatisfest geweiht. Nordhalbener Bürger, welche aus Glaubensgründen infolge der Reformation vertrieben wurden, besaßen aber schon 1626 ein erstes Bethaus.

Den üppig mit Engeln und Cherubenköpfchen verzierten barocken Kanzelaltar erwarb die Kirchengemeinde 1778/79 aus Seibelsdorf, wo er wegen einer Kirchenerneuerung nicht mehr gebraucht wurde. 

Die ursprüngliche Orgel des Orgelbauers Trampeli aus Adorf/Vogtl. wurde im Jahr 1916 durch den Orgelbauer Walcker stark umgebaut.

Weitisberga

Die Evangelisch-Lutherische Kirchgemeinde Weitisberga ist mit über 70 Gemeindegliedern die kleinste Gemeinde im Pfarrbereich Wurzbach. Der Name des Ortes soll sich von einer einstigen Kultstätte der sorbischen Gottheit "Widu" ableiten.

 

St. Martin, der auch als Schnitzfigur im Innenraum zu bewundern ist, gibt der Kirche seinen Namen. Daneben gilt auch St. Veit als Patron dieser Kirche (Sein Tag ist der 15. Juni). Sie erhielt nach Um- und Neubauten 1650 ihr heutiges Erscheinungsbild.

Der Sage nach sollen die drei Engelsfiguren an der Decke aus einem Beutezug der einstigen Besitzer des Rittergutes stammen. Als sie entdeckt wurden und ihnen eine Strafe drohte, sollen sie diese der Kirche übergeben haben.

Der Orgelbauer Lösche aus Rudolstadt errichtete 1885-87 die Orgel. 

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